Fakten und Mythen über Proteinpulver

Fragst du 10 verschiedene Leute etwas über Proteinpulver, bekommst du höchstwahrscheinlich 10 verschiedene Antworten. Es gibt tatsächlich viele Missverständnisse und Vorurteile über Proteinpulver. Räumen wir damit ein für alle mal auf.

1. Proteinpulver macht fett: 

Falsch! Ein Kalorienüberschuss lässt deinen Körper Fett speichern. Das bedeutet du nimmst täglich mehr Kalorien auf, als du verbrennst. Es gibt keine Lebensmittel, die dick machen. Nur solche mit hoher und niedriger kalorischen Dichte. Deshalb kann man auch nie sagen Schokolade macht dick, oder Erdnussbutter. Am Ende des Tages kommt es immer auf die Kalorienbilanz an.  Man kann also nicht behaupten, dass Proteinpulver dick macht. Ein sehr beliebtes Vorurteil.

2. Proteinpulver lässt deine Muskeln wachsen (auch wenn du gar nicht trainierst):

Falsch! Proteinpulver kann sicher dazu beitragen, dass du Muskeln aufbaust, da es deinem Körper Eiweiß liefert, welches als Bausubstanz für Muskelmasse dient. Du benötigst es aber nicht zwingend. Es erleichtert dir nur deinen Alltag. Ist es dir über deine alltägliche Ernährung auch ohne Eiweißpulver möglich, deinen Eiweißbedarf zu decken, so musst du nicht auf Proteinpulver zurückgreifen.

Natürlich ersetzt das Proteinpulver nicht dein wöchentliches Training, da es nichts anderes ist als Eiweiß. Ohne Training wird es dir auch keine Muskelmasse bescheren, da muss ich dich enttäuschen 😉

3. Wenn du Muskeln aufbauen willst, benötigst du auch Proteinpulver:

Falsch! Wie oben schon erwähnt, benötigst du Eiweißpulver nicht zwingend. Es erleichtert dir nur deinen Alltag.

4. Du kannst höchstens 30 Gramm Eiweiß auf einmal aufnehmen:

Falsch! Wissenschaftler konnten diesen Mythos schon vor langer Zeit begraben. Allerdings hält sich dieses Gerücht noch hartnäckig. Dein Körper kann sehr viel höhere Mengen als 30 Gramm absorbieren und verwerten. Zudem wird eine Mahlzeit nicht auf der Stelle verstoffwechselt, sondern verweilt erst einmal im Verdauungstrakt. Es gibt also 30 Gramm Limit pro Mahlzeit.

5. Alle Proteinpulver sind gleich:

Falsch! Die verschiedenen Proteinsorten unterscheiden sich sogar signifikant. Vergleichen wir einmal Whey und Casein. Whey wird sehr schnell vom Körper absorbiert und wird deshalb häufig direkt nach dem Training aufgenommen. Casein (zum Beispiel in Magerquark enthalten) kann der Körper nur sehr langsam verwerten. Aus diesem Grund wird es sehr gerne abends, vor dem Schlafengehen konsumiert, um den Körper die gesamte Nacht gleichmäßig mit Proteinen zu versorgen.

Weiterhin unterscheidet man noch die biologische Wertigkeit eines Lebensmittels, die angibt, wie viel von dem darin enthaltenen Eiweiß der Körper aufnehmen und verwerten kann (je höher die Zahl, desto effizienter die Verwertung des Proteins).

 

 

bioologische

 

Auch muss man die Qualität verschiedener Hersteller vergleichen und in die Kaufentscheidung mit einbeziehen. Ein Whey-Isolat ist natürlich hochwertiger als ein Whey-Konzentrat (aber auch deutlich teurer).

6.  Eiweißpulver ist pure Chemie verursacht Krebs:

Falsch! Eiweißpulver ist ein natürliches Produkt. Kauft man also ein Produkt ohne Süßstoffe und Aromen kann diese Aussage nicht falscher sein. Die Behauptung Eiweiß löse Krebs aus, ist natürlich ebenfalls lächerlich.

7. Eiweiß(pulver) schädigt der Niere:

Falsch! Bis jetzt konnte keine Studie belegen, dass ein hoher Eiweißkonsum bei ausreichendem Flüssigkeitskonsum der Niere schädige.

 

 

Hast du sonst noch Fragen zu Eiweißpulver? Lass es mich in den Kommentaren wissen. Suchst du eine Proteinpulver-Empfehlung, schau doch einfach mal im Sixpack-Shop vorbei oder lese dir meinen Testbericht zum neuen Supplify-Whey durch!

 

Ein Gedanke zu „Fakten und Mythen über Proteinpulver“

  1. Gute Liste, die mit vielen Vorurteilen aufräumt. Ich selbst habe auch schon die abstrusesten Dinge über Proteinpulver gehört, vor allem von Leuten, die selbst nie Fitness, Krafttraining oder Ähnliches gemacht haben. Vor allem ob die Pulver nicht pure Chemie sind, wird oft fragend kommentiert. Dabei beschränken sich die Zusatzstoffe in den meisten Proteinpulvern auf Süßstoff und synthetische Vitamine. Dagegen weist das typische Fertigprodukt aus der Kühltheke im Supermarkt weitaus mehr Zusatzstoffe auf, was aber anscheinend bei den gleichen Leuten keine Bedenken auslöst. Zudem ist es ohne Probleme möglich, einfach neutrale Pulver zu verwenden und sie dann selbst durch etwas Stevia zu süßen.

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